Technische Lösungen: Serverseitig oder Clientseitig?
Das Internet ermöglicht eine weltweite schnelle und aktuelle Datenkommunikation. Alle digitalisierbare Information ist für den Transport in diesem Medium geeignet. Sie müssen hierfür codiert und auf der Empfängerseite interpretiert werden – möglichst so, wie es der Urheber beabsichtigt hat. Deswegen wurden Standards formuliert, die den neuen Anforderungen und der techischen Entwicklung gemäß ständig angepasst werden.
Problem dabei: Die Internet-Programme wurden von mehr oder weniger großen miteinander konkurrierenden Unternehmen entwickelt, so dass es vorkommt, dass je nach Internetprogramm (die gängigsten nennt man "Browser") unterschiedliche Darstellungen zustande kommen. Wir Web-Programmierer versuchen, die beabsichtigte Darstellung auf den wichtigsten, d.h. weitest verbreiteten Internet-Programmen zu gewährleisten. Dennoch kann es zu Abweichungen kommen. Je älter bzw. exotischer ein Browser ist, desto öfter kommt es vor, dass Web-Sites schlecht oder gar nicht formatiert dargestellt werden (z.B. Netscape bis zur Version 4.79, z.T. noch Ver. 6).
AJAX – alter Wein in neuen Schläuchen
Ja sicher – mit AJAX können schöne neue Effekte erzeugt werden.
Die "neue" Web-Technologie basiert zu einem Teil auf Javascript. Neu ist die Kombination mit PHP und die Möglichkeit, nur Teile der Website nachzuladen (Text oder Bilder in der Box, Teile eines Formulars oder Teile des Fließtexts uvm.), die Seite baut sich nicht neu auf, es werden nur die neuen Elemente angezeigt.
Das Sicherheitsproblem,
das Javascript im heimischen Computer, oder gar im Firmennetzwerk
bedeutet, bleibt und kann (und wird) mit AJAX noch größer
werden.
Der Jubel um die "neue" Technik darf daher nicht über
die "alten" Risiken hinwegtäuschen.
Werden besondere technische Elemente im Web-Auftritt gewünscht, muss zuerst geklärt werden, ob sie mit einer "clientseitigen" oder "serverseitigen" Technik umsetzbar sind. Zu bevorzugen sind immer serverseitige Lösungen, da diese unabhängig von der technischen Ausstattung des Besuchers sind (z.B. PHP, PEARL, MySql).
Techniken, die auf Seiten des Besucherrechners (Client) besondere Installationen voraussetzen, schließen stets diejenigen aus, die die benötigte Technik nicht installiert bzw. angeschaltet haben (z.B. Javascript, Flash, AJAX).
Je aufwendiger also (technisch und "multimedial") ein Internet-Auftritt
gestaltet ist, desto größer ist der Anteil der Nutzer,
die ihn entweder fehlerhaft, unvollständig oder gar nicht betrachten
können. Auch hierfür ist eine Klärung der beabsichtigten
Zielgruppe sinnvoll. (
Artikel von Martin Stehle)
Fragen sie sich:
- Welche technischen Standards sind seitens des Besuchers zu erwarten? Welche Browser und welche Ladezeiten müssen berücksichtigt werden? Welche Techniken sind in dem Maße unumgänglich, dass ein Anteil Ihrer Besucher ausgegrenzt wird?
- Wieviel Inhalt soll online zur Verfügung stehen? Lohnt sich die Einrichtung einer Datenbank und einer dynamischen Konstruktion der Site?