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Barrierefreiheit
Notwendiges Übel oder Selbstverständlichkeit?

Die Freiheit, also Abwesenheit von Barrieren gibt es in keinem Lebensbereich. Deswegen schreibe ich lieber: "angenäherte Barrierefreiheit".

Um Inhalte aus dem Internet erfassen zu können, benötigt man ein Gerät, das die Daten in einer Form ausgibt, die man aufnehmen und verstehen kann, man muss es bedienen können, man benötigt einen Zugang zum Internet, schließlich die Fähigkeit, die Inhalte zu erfassen. Diese Bedingungen können bereits Barrieren darstellen.

Unsere Nutzung des Internets kann man sich als einen Kommunikationsvorgang vorstellen, bei dem es auf beiden Seiten – Sender und Empfänger – zu Einschränkungen kommen kann.

Auf Empfängerseite hat beispielsweise ein Farbenblinder keine Chance, Inhalte, die sich primär mit Farben beschäftigen, vollständig zu erfassen, auch wenn sie nach allen Regeln der Kunst "barrierefrei" erstellt wurde.

Auf Senderseite können wir allerdings einiges dafür tun, dass möglichst viele Internet-Benutzer unsere Webpräsenzen nutzen und erfassen können.

Der Aufwand, die Kriterien des WAI (Priorität 1) zu erfüllen, bedeutet in der Regel keine Mehrarbeit bei der Erstellung einer Website. Höhere Prioritäten zu berücksichtigen kann Mehraufwand und von allen Beteiligten (Codierung, Grafik, Texter) ein hohes Maß an Bewusstheit erfordern.

barrierefrei?

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